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"Der Autor zeigt, ohne im Stil allzu emotional oder gar schwülstig zu werden, wie wenig selbstverständlich die Länder sind, die wir Heimat nennen, die Familien, die wir noch mehr als diese Länder als unser Zuhause schätzen, und nicht zuletzt der Frieden, der uns umgibt und uns diese Illusion der Selbstverständlichkeit schenkt. Vor allem aber gelingt ihm mit Die Köchin von Bob Dylan ein sehr kluger Roman über Fantasie und Literatur, auch über das Verdrängen und (Neu-)Erfinden der eigenen Biographie. Dylan ist in all dem ein Meister, Florentinius Malsam ist es ebenfalls – und Markus Berges nach dem starken Debüt Ein langer Brief an September Nowak (2010) und diesem ebenso starken Nachfolger eindeutig auf dem besten Weg dorthin."

http://www.shitesite.de/2016/05/03/durchgelesen-markus-berges-die-koechin-von-bob-dylan/